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Hyperurikämie und Gicht

Krankheiten > Hyperurikämie und Gicht
Definition:
       
Eine Hyperurikämie besteht bei einer Harnsäurekonzentration von 6,2 m/dl. Eine Hyperurikämie mit Beschwerden, z.B. Podagra, nennt man Gicht.
       
Epidemiologie:
In den Wohlstandsländern ca. 20 Prozent der Männer. Bei Frauen meist postmenopausal (Versiegen der Östrogene mit urikosurischer Wirkung).
Das Risiko eines Gichtanfalls steigt mit der Höhe der Hyperurikämie.
Bei asymptomatischer Hyperurikämie liegt das Risiko einer Nephrolithiasis bei 0,2 Prozent pro Jahr und bei Gichtkranken bei 0,8 Prozent pro Jahr.
Ätiologie:
A. Primäre Gicht
  • Störung der tubulären Harnsäuresekretion in den Niere (ca. 99% der Patienten)
  • über Produktion von Harnsäuren (weniger als ein Prozent der Patienten).
B. sekundäre Hyperurikämie durch:
  • vermehrter Harnsäurebildung (Tumoren, zytostatische Therapie, Strahlentherapie, hämolytische Anämien)
  • verminderte reanle Harnsäureausscheidung (Nieren Erkrankungen, Laktatazidosen, Ketoazidosen (Fasten, Diabetes mellitus), Pharmaka (Saluretika)).
Prognose des akuten Gichtanfalls: Ausfällung von Uratkristallen aus übersättigter Synovialflüssigkeit. Die Uratkristalle werden phagozytiert, damit werden Entzündungsmediatoren freigesetzt und verursachen eine Kristall indizierte Synovitis.
Stadieneinteilung:
  1. Asymptomatische Hyperurikämie
  2. akute Gichtanfall
  3. interkritisches Stadium (symptomloses Intervall zwischen 2 Gichtanfällen)
  4. chronische Gicht mit Tophusbildungen und irreversiblen Gelenkveränderungen
akuter Gichtanfall:
Auslösende Faktoren sind Eß-oder Trinkexzesse, Streß.
Aus voller Gesundheit kommt es, auch nachts, zu stark schmerzhaft war Monarthritis, in 60 Prozent der Fälle des Großzehngrundgelenks. Hierbei
Hautrötung, Überwärmung und Schwellung des betroffenen Gelenks.
Zusätzlich allgemeine Entzündungszeichen wie Fieber, Leukozytose und erhöhte BSG.
Eine Hyperurikämie ist im Gichtanfall nicht obligat.
chronische Gicht:
a. Uratablagerungen (Tophi):
  • Weichteiltophi, z.B. Ohrmuschel, Großzehe, Ferse, Sehnenscheiden, Schleimbeutel
  • Knochentophus (Nachweis im Röntgenbild)
b. renale Manifestation bei Hyperurikämie und Gicht:
  • Uratnephrolithiasis
  • Uratnephropathie
  • selten akute Harnsäurenephropathie
Differentialdiagnosen:
  • sekundäre Hyperurikämien
  • akute Monarthrose anderer Genese
  • aktivierter Arthrose des Großzehengrundgelenks
  • Chondrocalzinose
Therapie:
A. Diät:
  • Normalisierung des Körpergewichts
  • ausreichende Diurese
  • Bei Fasten und Zytostatikatherapie viel trinken, Harnsäureneutralisierung und Allopurinol
  • Purinarme Diät
  • Verzicht auf Alkohol
B. medikamentös:
  • nichtsteroidale Antiphlogistika
  • Colchicin
  • Urikostatika
  • Urikosurika
       
Dr. Wolfgang Mönch
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