Stand 21.04.2016

dr-moench.net - Gastroenterologie

Ösophaguskrebs

Epidemiologie:

  • m : w = 5 : 1
  • Altersgipfel 6. Dezennium, geographische Häufung

Ätiologie:

  1. Alkohol
  2. Rauchen
  3. Aflatoxine
  4. Betelnüsse
  5. Narbenstenosen nach Laugenverätzung
  6. Achalasie
  7. Barrett-Syndrom
  8. Plummer-Vinson-Syndrom bei chronischem Eisenmangel

Klinik:
uncharakteristisch, spät auftretend: Dysphagie, Gewichtsverlust, Schmerzen im Rücken + retrosternal erst wenn 2/3 der Zirkumferenz befallen sind kommt es zu Symptomen

Therapie:

radikale Operation:

  • resiziert werden nur Karzinom im mittleren und unteren Drittel
  • OP-Letalität 10 - 15%
  • 5-Jahresüberlebensrate nach radikaler OP im mittleren Drittel 10%, im unteren Drittel 20%

Strahlentherapie:

  • Plattenepithelkarzinom
  • Karzinome im oberen Drittel
  • inoperable Fälle

Inoperabilität bei

  • Metastasen
  • Rekurrenzparese links (= durch Lymphknotenmetastase)
  • Einbruch in die Lunge
  • Länge > 8 cm
  • Abknickung oder Parallelverschiebung im Röntgen-Breischluck

Palliativeingriffe:

  • Stenosebeseitigung durch Laser- oder Argonplasma-Therapie
  • Einlegen eines Maschendrahtstents
  • Anlage einer PEG
  • Anlage einer Witzelfistel bei kompletter Okklusion