Stand 21.04.2016

dr-moench.net - Gastroenterologie

Hepatitis B

Übertragung: parenteral, sexuell, perinatal

Inkubation: 30 - 180 Tage

Diagnose: anti-HBc-IgM positiv (HBs-Ag in 90% d.F. positiv)

Infektiosität: potentiell solange HBs-AG positiv ist; Abklärung durch Bestimmung von HBV-DNA mittels PCR.

Verlauf:

  • in 65% asymptomatisch
  • in 25% akute Ausheilung mit Viruselimination
  • in 0,1 - 1% Tod an fulminantem Verlauf
  • in ~9% Viruspersistenz: davon 70-90% klinisch gesund, 10-30% entwickeln eine chronische Hepatitis
  • 33% inkterischer Verlauf

Prognose: fulminantes Leberversage in 1%. ca. 10% chronische Virusträger, davon bekommen ca. 10-30% eine chronische Hepatitis. Spontane Serokonversion von HBe-AG-positiv zu HBe-AG-negativ 5-10%/Jahr. Weniger als 5% der chronische Virusträger bekommen eine Leberzirrhose.

Prophylaxe: aktive (mit gentechnisch hergestelltem, rekombinantem Vakzinen), passive und postexpositionelle Impfung. Impferfolg in ~90%. Auffrischung wenn Anti-HBs <100 IU/l.

Besonderheiten: Mutanten, sie haben die Fähigkeit zur HBe-AG-Synthese verloren. Mutanten mit einem Defekt in der S-Region. Hier kann es bei Anwesenheit von Anti-HBs, also auch bei geimpften, doch zu einer Hepatitis-B-Infektion kommen.